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Der Wind kam offenbar aus Süden, als die neuen Fünftklässler am ersten Freitag des Schuljahres ihre Ballone mit ihren bemalten und beschriebenen Karten in den Himmel steigen ließen. Niemand ahnte zu dem Zeitpunkt, dass das der Beginn einer bemerkenswerten Geschichte sein sollte...


Im Laufe der letzten Tage brachte die Post die ein oder andere Karte wieder zurück zu ihrem Schreiber, so dass wir den Weg verfolgen können, den sie als „Luftpost“ durchflogen hat. Und während wir den Absender Waghäusel auf der Karte noch recht schnell identifizieren können, ist der poetische Name „Guntersblum“ als Ort schon weniger geläufig. Bislang hält das ca. 130km entfernte Wiesbaden-Erbenheim den Entfernungsrekord.
Ein ganz herzliches Dankeschön allen, die sich eine Briefmarke nahmen und sich die Mühe machten, die Karten ans TMG zurück zu senden!


Eine besonders spannende Reise machte der Ballon von Fabian aus der 5b, wie wir zunächst telefonisch erfuhren. Der Ballon löste nämlich einen Störfall-Alarm im Kernkraftwerk Biblis aus.

Der Mitarbeiter, Herr Jehl, berichtete uns, wie er kurz vor Dienstschluss über Funk mit folgender Information zu einem Abschnitt des Sicherheitszaunes gerufen wurde:
„Vermutlich handele es sich um einen Luftballon aus einem Wettbewerb, der sich in Höhe von etwa 2,20m auf der Mauer verfangen habe und nun permanent Alarm auslöst. Kurz darauf sah ich eine kleine Karte im Winde flattern. Dicht an den Zaun gelehnt gelang es mir, mit Fingerspitzengefühl die lange Schnur, die die Karte mit dem inzwischen schlapp gewordenen Luftballon verband, von der Mauerkrone zu ziehen. Als ich die kurze Botschaft las, die ein offensichtlich noch junger Schüler auf die Karte schrieb, musste ich lächeln.“

Er erbat vom Schichtführer die „Freigabe des Beweisstückes“, so dass er die Karte mitnehmen konnte, um sie an uns zurück zu senden. Und da es ein besonders netter und auch schriftstellerisch tätiger Mitarbeiter war, schrieb er ein Gedicht für Fabian, das wir hier veröffentlichen wollen. Auch einen Gedichtband aus seiner Feder legte er seiner Rücksendung bei, mit Widmung an die Schüler des TMGs. Wir werden ihn in unsere Bibliothek aufnehmen.


In Spanien sagt man: „Ein Lächeln kostet weniger als Elektrizität und erhellt mehr.“

Welch erstaunliches Zusammentreffen, dass ein Mitarbeiter eines Elektrizitätswerkes nicht nur selbst lächelte, sondern mit seinem Tun so viel Lächeln auf die Gesichter derer zaubert, die davon erfahren, dass damit eine besondere Helligkeit in den Schulalltag des TMGs leuchtet.
Vielen Dank dafür.


PS:
Noch immer kommen Karten zurück ans TMG, teilweise mit sehr netten Nachrichten der Rücksender.

Mittlerweile wurde die Landkarte erweitert, denn momentan steht der Entfernungsrekord bei etwa 270km. In Erndtebrück im Dickicht, beim Pilze Sammeln wurde die Karte einer Schülerin der 5c gefunden.
(Bericht: TMG, Silvia Anzt)


>> Gedicht von Herrn Jehl (pdf-Datei)


>> Gedichtbandcover von Herrn Jehl mit Widmung für das TMG




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