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Wir wünschen allen schöne Ferien. Am 11.09. sehen wir uns wieder! Unterrichtsbeginn: 8.00 Uhr


Die Welt existiert noch. Kein schwarzes Loch hat sie zerstört. Und das, obwohl 6 Schüler der 10c (eigentlich der Astro-AG, aber das ist inzwischen fast das gleiche) und Herr König vom 25.01. bis 26.01.2017 zusammen mit Studenten des KIT und den Professoren Schröder und Husemann zu Besuch am CERN waren...





Aber auch wenn das nach Entspannung und Schule schwänzen klingt, bleiben die Gedanken an die Schule erhalten. Wir sind ja schließlich aus Interesse mitgefahren. Auf der Fahrt erwartete uns ein "hochqualitativer, topaktueller" Informationsfilm über das CERN, der die wichtigsten Informationen für den Ausflug aber ohne Probleme rüberbrachte. Dazu ein Professor, der vom Aussehen Herr Bestvater und vom Charakter Herr Aichert ist. Ansonsten 6 Stunden Musik hören, Karten spielen und darüber nachdenken wie es wohl sein wird, wenn wir endlich da sind.


Als wir endlich angekommen waren, gab es immer noch keine Physik. Dafür erwartete uns aber in kürzester Zeit endlich ein gutes Essen. Wir durften kurz in unsere Zimmer, dann ging es auch schon los zum Abendessen. Wie es in dieser Gegend so üblich ist, gab es Käsefondue. Vielleicht nicht jedermanns Sache, aber der Nachtisch hat sich gelohnt. An unserem Tisch kam es nur, natürlich durch einen unserer Schüler, zu 5 Stockschlägen (die Strafe für das erste verlorene Brot). Wie viele neue Berichte über Wasserleichen mit Gewichten an den Füßen es seit diesem Abend gab, ist uns allerdings unbekannt. Aber auch beim Abendessen: kaum eine Spur von Physik. Dafür Gespräche über Kamelrechner oder das Leben als Student. Aber auch ein solcher Abend endet früher oder später, sodass wir noch vor Mitternacht wieder in unserem (eher bescheidenen) Hostel ankamen (wenn man bedenkt, wer dort alles wohnen könnte).


Am nächsten Morgen gab es ab 7 Uhr in der Kantine Frühstück. Für uns Schüler eine willkommene Tatsache, für die Studenten nahezu Folter. Um 9 Uhr gab es eine Führung durch das CERN Gelände, bis wir um 10 Uhr bei unserem ersten größeren Ziel, dem CLOUD Experiment angekommen waren. Anders als man heutzutage erwarten könnte, handelt es sich dabei nicht um einen Datenspeicher, sondern tatsächlich um die Erforschung von Wolken. Und obwohl unser Guide sein Fach mit Begeisterung vorgetragen hat, hat er es geschafft, nicht zu sehr in die Details abzurutschen, sodass man trotz Englisch und Physik noch gut folgen konnte. Jetz hatten wir schonmal einen kleinen Einblick, wie es am CERN überhaupt aussieht.


Nach einer kurzen Mittagspause ging es dann zur Hauptattraktion (auf die jeder den ganzen Tag gewartet hatte, natürlich unausgesprochen): Dem CMS (Compact Muon Solenoid), einem der Detektoren am LHC (Large Hadron Collider, Umfang ca 27 km (!!!)), an dem die Hadronen aufeinandertreffen und die dabei entstehenden "Splitter" durch ihre unterschiedlichen Massen, elektrischen Ladungen, etc abgelenkt und bestimmt werden. Auf diese Weise lassen sich Rückschlüsse auf alles Mögliche ziehen. So kam es z.B., dass im Juli 2012 endlich das Higgs-Boson nachgewiesen wurde, über dessen Existenz schon seit 1960 spekuliert wurde. Auch hier haben wir vor der Besichtigung einen Einführungsvortrag bekommen, diesmal aber auf Deutsch von Dr. Hartmann vom KIT. Auch er hat es einwandfrei geschafft, die Studenten nicht zu langweilen, ohne uns dabei zu überfordern.

Nach dem Vortrag wurden wir an einen Mitarbeiter übergeben, der sichtlich froh darüber war, uns Schülern das alles mal anders zu erklären als normalerweise den Studenten. Da im Winter keine neuen Versuche gemacht werden (der Strom in Frankreich ist zu teuer), durften wir in den Bereich, in dem der Teilchenbeschleuniger liegt, ca. 100 Meter unter der Erde. Nachdem unser Guide uns die Funktionsweise des Detektors präzise erklärt hat, durften wir das Meisterstück endlich selbst betrachten. In 100m Tiefe vor einem Meisterstück der Technik mit 15m Durchmessern zu stehen war schon was (hat man ja immerhin nicht alle Tage), wenn man sich vorstellt wozu dieses riesige Gerät gedacht ist. Jeder, der dieses Gerät gesehen hat, weiß, was es für ein Aufwand gewesen sein muss, alle Kabel richtig zu verbinden, das Gesamtteil auf Millimeter genau zu positionieren, etc. Denn auch wenn das C in CMS für compact steht, ist der Detektor mit mehreren Tausend Kabeln und ca 14000 Tonnen Gewicht eine eher komplexe, nicht gerade kleine Konstruktion. Kurz gesagt: Das hat nochmal verdeutlicht wieviel Arbeit, Geld und auch Hingebung von den Physikern dadrin steckt.


Da wir nicht sonderlich tiefgehende Fragen stellen konnten, hatten wir den Studenten gegenüber einen kleinen Vorsprung, sodass wir noch einen etwas längeren Abstecher in den Kontrollraum machen konnten. Da der Teilchenbeschleuniger zur Zeit nicht läuft, gab es keine spektakulären oder überkomplizieren Grafiken zu sehen, sodass nach kurzer Zeit der geheime, heilige Schatz der Mitarbeiter interessant wurde: Die Kaffeemaschine. Als der Koffeinspiegel wieder aufgefüllt war, hat unser Guide uns noch ein paar "Kleinigkeiten", wie eines der Rechenzentren, gezeigt, bis die Führungen der Studenten fertig waren.


Danach ging es zurück zum CERN Hauptgelände, Abendessen in der Kantine und dann schon wieder mit dem Bus nach Hause. Anstatt einens Infofilms gab es diesmal allerdings Dan Browns "Illuminati". Immerhin spielt der ca. 5 Minuten im CERN. Als wir um Mitternacht dann am KIT ankamen, glücklich und voller Informationen, war vermutlich doch jeder froh, endlich ins Bett zu können, um am nächsten Morgen wieder pünktlich für die Schule aufzustehen.

Wir bedanken uns sehr bei den Professoren Herr Schröder und Herrn Husemann, Dr. Hartmann vom KIT und den weiteren Wissenschaftlern am Cern.

(Bericht/Fotos: TMG, Philipp Huber/Sara Ester, 10c)





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