foto1
foto1
foto1
foto1
foto1
Weihnachtskonzerte 2017 am 16. / 17.12, Beginn jeweils 16.30 Uhr


Schlagfertig war er, unser Auktionator - im wahrsten Sinne! Im Rahmen unseres künstlerisch-musikalischen Abends „Original und Fälschung“ am Freitag, den 19.05.2017, bei dem ein wiederkehrender Programmpunkt die Kunstauktion war, brachte Herr Wagner die knapp 50 „Echten Fälschungen“ der Kunst-AG unter den Hammer. Lesen Sie hier den Bericht und sehen Sie hier Fotoimpressionen...





Schlagfertig war er, unser Auktionator - im wahrsten Sinne! Im Rahmen unseres künstlerisch-musikalischen Abends „Original und Fälschung“ am Freitag, den 19.05.2017, bei dem ein wiederkehrender Programmpunkt die Kunstauktion war, brachte Herr Wagner die knapp 50 „Echten Fälschungen“ der Kunst-AG unter den Hammer…


Bis zu anderthalb Jahre war an einigen Bildern und drei Plastiken gefälscht worden, was die Preise bei einigen Werken in die Höhe schnellen ließ. Meisterlich hatten über 30 Schülerinnen und Schüler von Klasse 5 bis hin zur Oberstufe den Pinselduktus jedes einzelnen Künstlers studiert, imitiert und ganz nebenbei auch wichtige Werke der Kunstgeschichte kennengelernt. Völlig selbstverständlich halfen die Großen den Kleinen, wenn diese Fragen zur Umsetzung hatten, gaben ihnen Tipps und staunten hinterher nicht schlecht, dass ihre Meisterschüler ihnen in Echtheit und Perfektion der Fälschung nicht mehr viel nachstanden, sodass auch die Werke der Unterstufe beachtliche Summen einbrachten.

Nachdem Herr Wagner bei der ersten Versteigerungsrunde bei einem Mindestgebot von zwei Euro in Zwei-Euro-Schritten die Bilder unters Volk brachte, nahm in der zweiten Runde die Versteigerung nochmal an Fahrt auf. Bei fünf bzw. zehn Euro Mindestgebot und in Fünferschritten schnellten die Nummern und Preise in die Höhe, dass einem schwindelig werden konnte. Die Interessenten überboten sich und sorgten immer wieder für Spannung, wenn sie kurz vor dem Zuschlag doch nochmal mitboten und so ihre Konkurrenten aufs Neue herausforderten oder ausstachen. Auch Herr Wagner brillierte in seiner Rolle als Auktionator unseres Auktionshauses Fake-a-piece, dessen Name als Parallelbildung zu den berühmten Auktionshäusern Sotheby’s und Christie’s gebildet worden war. Einige Besucher munkelten schon, dass unser Auktionator demnächst von diesen Häusern abgeworben werde, da er immer wieder bewies, dass er sich in jeder Kunstepoche auszukennen schien und jeden Pinselstrich der Künstler zu deuten wusste. Ganz besonders hatte es ihm als Geografie-Lehrer natürlich „Der Schrei“ von Edward Munch angetan, bei dem die neueste Forschung davon ausgeht, dass der eigentümlich leuchtende Himmel im Hintergrund des Bildes auf das Wetterphänomen sogenannter Perlmuttwolken zurückzuführen sein könnte.

Raffiniert und mit viel Esprit reizte unser Auktionator die Preise in die Höhe und sorgte durch seine doppeldeutige Schlagfertigkeit für viele Lacher, z.B. wenn er einige auktionsunerfahrene Bieter erneut nach ihrer Nummer fragte, die diese nochmal brav in die Höhe hielten und damit den Preis vor dem Zuschlag ein weiteres Mal erhöhten.

Absolutes Highlight und damit auch den Höhepunkt der Auktion bildete das Werk von Hannah Schanz (J1). Akribisch hatte sie van Goghs „Sternennacht“ mit Spachtelmasse plastisch aufgetragen und anschließend bis ins Details mit Acrylfarben ausgearbeitet, sodass man kaum einen Unterschied zum Original von 1889 feststellen konnte. Ihr Bild brachte damit auch die Rekordsumme von 220 Euro ein!

Nach der Auktion konnten weitere Bilder käuflich erworben werden, was die Besucher des Abends gerne taten und damit die Spendensumme auf die unglaubliche Höhe von 2000 Euro trieben. Niemals hätten wir zu träumen gewagt, dass so viel Geld für den guten Zweck reinkommen würde, und danken allen Gästen, Eltern, Schülern und Lehrerkollegen für die tolle Spendenbereitschaft!

Mit dem Geld unterstützen wir zum Einen die beiden Patenkinder unserer Eine-Welt-AG und zum Anderen die blut.eV in Weingarten www.blutev.de , die am 20.05.2017 beim Schulfest der Turmbergschule in Weingarten www.tbs-wgt.de eine Typisierung-Aktion im Kampf gegen Leukämie durchgeführt hat, um u.a. einem betroffenen achtjährigen Schüler der Schule helfen zu können. Das Geld wurde von einer Delegation der Kunst-AG (Hannah Schanz und Maike Cüppers, ebenfalls J1), Frau Anzt und mir gleich am folgenden Tag beim Schulfest übergeben. Hoffentlich helfen die 1400 Euro Nils den passenden Stammzellspender zu finden. Wir wünschen es ihm von ganzem Herzen!

Bei ihren einleitenden Worten sprach Frau Anzt sehr passend von einer Komposition, die sich leitmotivisch durch die beiden Fächer Kunst und Musik zieht. Schön komponiert war dann auch unser Zusammenspiel: Der Abend wäre für die Kunst-AG sicher nicht so erfolgreich gelaufen, wenn nicht auch die Musik einen großen Teil zum Gelingen der Aktion beigetragen hätte. Die Bigband und die Jazz-Combo bildeten mit ihren beiden Programmblöcken und unter der Leitung von Herrn Kuger einen gelungenen musikalischen Rahmen und sorgten nicht nur, wie angekündigt, für den guten Ton des Abends, sondern auch für die gute Stimmung und eine beschwingte Atmosphäre. Im wahrsten Sinne gut behütet von ihrem Bandleader (Hüte siehe Fotos) „rockten sie swingend“ die Bühne, die durch die vielen Mitglieder der Bigband fast die halbe Mensa einnahm.

Durch die Bestuhlung, die fast bis an die Bühne heranreichte, erlebte das Publikum in der sonst so groß wirkenden Mensa ein „hautnah-Konzert“ der Extraklasse, das von Rhythmen und virtuosen Soli getragen wurde und dessen Begegnung zwischen Musikern und Publikum nicht direkter hätte sein können. Den Auftakt bildete der mitreißende Klassiker der Filmmusik „Eye of the Tiger“. Das Programm der beiden groovigen Bands reichte von klassischem Swing (Mack the Knife) über Bebop (Milestones) und Jazzrock (Birdland) bis hin zu modernem Pop (Shut Up and Dance). Besonders hervorzuheben sind die virtuosen Solisten, die zum Einsatz kamen: Ingo Heide aus der Jahrgangsstufe 1 sang mit der Bigband Elton Johns „Can You Feel the Love Tonight?“, Maxi Streibel (10a) stimmte mit der Jazz-Combo Amy Winhouses „Valery“ an und Nicole Knopf (J2) gab ein Flügelhorn-Feature zu Chuck Mangiones „Feels So Good“ zum Besten. Weitere Schüler präsentierten sich und ihr Instrument solistisch: Florian Fenchel (J1) am Altsaxophon, Philipp Wörner (J1) an der Trompete, Sebastian Schimpgen (10b) an den Drums und Peter Fenchel (9b) am Bass. Der Maestro selbst schwang nicht nur „beswingt“ durch die Jazz Club-Atmosphäre den nicht vorhandenen Taktstock, sondern erfreute das Publikum auch durch die musikalische Unterstützung seiner Bands mit dem sonoren Sound seines Tenorsaxophons.

Das Motto „Original und Fälschung“ zog sich auch auf der Empore weiter. Dort zu sehen waren die fachpraktischen Arbeiten der Oberstufe. Herr Wörrle präsentierte originelle 3D-Brillen aus Klasse 10 sowie gelungene plastische und grafische Werke seiner zweistündigen Kurse (J1 und J2). Parallel lud mein jahrgangsübergreifender Neigungskurs (J1 und J2) zur Kunstausstellung ein und zeigte Werke aus diesem und dem vergangenen Schuljahr, die sich, ebenso wie Herrn Wörrles Kurse, mit den drei abiturrelevanten Schwerpunktthemen „Selbstdarstellung und Verwandlung“, „Figur und Abstraktion“ sowie „Material, Raum und Form“ beschäftigt hatten.

Die Künstler selbst standen für Fragen zu Material und Umsetzung bereit und freuten sich über das rege Interesse, das das kunstinteressierte Publikum an ihnen und ihren Werken zeigte. Manch ein Besucher meldete sogar bei einigen unverkäuflichen Exponaten sein Kaufinteresse an, was zeigt, wie viele tolle Arbeiten auch dort präsentiert wurden! Max Liebermann hatte damals recht, als er sagte: „Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit.“. Die Schüler hatten teilweise unglaublich viel Zeit in die Erstellung ihrer Werke gesteckt, nicht zu vergessen, wie viel Persönliches sie dem Betrachter über sich und ihre Kunst v.a. beim Schwerpunktthema „Selbstdarstellung und Verwandlung“ in diversen Selbstporträts mitteilen. Ich bin sehr stolz darauf, dass ich so viele schöne und kreative Ideen mit meinen Schülern präsentieren konnte, auch wenn die Zeit, die Auf- und Abbau der Ausstellung in Anspruch nahmen, in keinem Verhältnis zur Ausstellungsdauer standen.

Abschließend muss Frau Beyrich erwähnt werden, die sich freundlicherweise sofort angeboten hatte, als wir nach einem „Caterer“ für unsere Aktion suchten. Sie sorgte mit Klasse 10b, die sich etwas für die Studienfahrt hinzuverdiente, mit Sekt und Häppchen für das leibliche Wohl unserer Gäste.

Aus meiner Idee, ein paar Bilder für einen guten Zweck zu versteigern, ist rückblickend doch ein größeres Event geworden. Alles in allem war der Abend eine wirklich gelungene Komposition der schönen Künste – seien sie nun Original oder Fälschung gewesen. Mein Dank gilt allen, die zu diesem Erfolg beigetragen haben!
Anna Berges

(Fotos: Noah Kamara (J2), Berges/Text: Berges)


► Lesen Sie hier auch den BNN-Artikel (pdf-Datei)


  • 001001001
  • 002002002
  • 003n003n003n
  • 004n004n004n
  • 005005005
  • 006006006
  • 007n007n007n
  • 008n008n008n
  • 009n009n009n
  • 010n010n010n
  • 011n011n011n
  • 012n012n012n
  • 013n013n013n
  • 014n014n014n
  • 015n015n015n
  • 016n016n016n
  • 017017017
  • 018018018
  • 019019019
  • 020n020n020n
  • 021n021n021n
  • 022n022n022n
  • 023n023n023n
  • 024024024
  • 025n025n025n
  • 026n026n026n
  • 027n027n027n
  • 028n028n028n
  • 029029029
  • 030n030n030n
  • 031n031n031n
  • 032n032n032n
  • 033n033n033n
  • 034034034
  • 035035035
  • 036n036n036n
  • 037n037n037n
  • 038n038n038n
  • 039n039n039n
  • 040040040
  • 041041041
  • 042n042n042n
  • 043n043n043n
  • 044n044n044n
  • 045045045
  • 046046046
  • 047047047
  • 048048048
  • 049049049
  • 050n050n050n
  • 051n051n051n
  • 052n052n052n
  • 053n053n053n
  • 054n054n054n
  • 055055055
  • 056056056
  • 057n057n057n
  • 058n058n058n
  • 059n059n059n
  • 060n060n060n
  • 061n061n061n
  • 062n062n062n
  • 063n063n063n
  • 064n064n064n
  • 065n065n065n
  • 066n066n066n
  • 067n067n067n
  • 068n068n068n
  • 069n069n069n
  • 070n070n070n
  • 071n071n071n
  • 072n072n072n
  • 073n073n073n
  • 074n074n074n
  • 075n075n075n
  • 076n076n076n
  • 077077077
  • 078n078n078n
  • 079n079n079n
  • 080n080n080n
  • 081n081n081n
  • 082n082n082n
  • 083n083n083n
  • 084n084n084n
  • 085n085n085n
  • 086n086n086n
  • 087n087n087n
  • 088088088
  • 089089089
  • 090n090n090n
  • 091n091n091n
  • 092092092
  • 092n092n092n
  • 093n093n093n
  • 094n094n094n
  • 095n095n095n
  • 096n096n096n
  • 097n097n097n
  • 098n098n098n
  • 099n099n099n
  • 100n100n100n
  • 101n101n101n
  • 102n102n102n
  • 103n103n103n
  • 104n104n104n
  • 105n105n105n
  • 106n106n106n
  • 107n107n107n
  • 108n108n108n
  • 109n109n109n
  • 110n110n110n
  • 111n111n111n
  • 112112112
  • 113n113n113n
  • 114n114n114n
  • 115n115n115n
  • 116n116n116n
  • 117n117n117n
  • 118n118n118n
  • 119119119
  • 120n120n120n
  • 121n121n121n
  • 122n122n122n
  • 123n123n123n
  • 124n124n124n
  • 125n125n125n
  • 126n126n126n
  • 127127127
  • 128128128
  • 129129129
  • 130130130
  • 131131131
  • 132132132
  • 134134134
  • 135135135
  • 136n136n136n
  • 137n137n137n
  • 138n138n138n
  • 139139139
  • 140n140n140n
  • 141n141n141n
  • 142n142n142n
  • 142n_142n_142n_
  • 143143143
  • 144144144
  • 146146146
  • 147147147
  • 148n148n148n
  • 149n149n149n
  • 150n150n150n
  • 151151151
  • 152152152
  • 153153153
  • 154154154
  • 155155155
  • 156156156
  • 157157157
  • 158158158
  • 159n159n159n
  • 160n160n160n
  • 161n161n161n
  • 162n162n162n
  • 163n163n163n
  • 164164164
  • 165165165
  • 166n166n166n
  • 167167167
  • 168n168n168n
  • 169169169
  • 169n169n169n
  • 170170170
  • 171n171n171n
  • 172n172n172n
  • 173173173
  • 174174174
  • 175n175n175n
  • 176n176n176n
  • 177n177n177n
  • 178n178n178n
  • 179n179n179n
  • 180n180n180n
  • 181n181n181n
  • 182n182n182n
  • 183n183n183n





 

Copyright © 2017 Thomas-Mann-Gymnasium Stutensee Rights Reserved.

Copyright © 2017 TMG Stutensee. Alle Rechte vorbehalten.
Joomla! ist freie, unter der GNU/GPL-Lizenz veröffentlichte Software.