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Wir wünschen allen schöne Ferien. Am 11.09. sehen wir uns wieder! Unterrichtsbeginn: 8.00 Uhr


„Mach mal Pause!“ – empfiehlt Schulhund George.
Menschen sind merkwürdig!

Dass Menschen merkwürdig sind, habe ich ja schon mehrere Male thematisiert: Da war die Sache mit dem Fußballspiel, die mit den Blättern und nicht zuletzt das Thema Sylvester. Heute will ich mal das Thema „Pause“ aufgreifen.




In der Schule sind die „Pausen“ klar geregelt. Um 7.30 Uhr ertönt der Gong, die erste Stunde beginnt. Um 8.15 Uhr macht der Gong darauf aufmerksam, dass die erste Stunde zu Ende ist. Jetzt kommt die „Pause“! Nach 5 Minuten, also um 8.20 Uhr, zeigt der Gong den Beginn der zweiten Stunde an. Von 9.05 Uhr bis 9.15 ist wieder „Pause“. Nach weiteren 45 Minuten folgt eine weitere „Pause“ von 5 Minuten und um 10.50 Uhr beginnt dann die „große Pause“, die mit dem Beginn der fünften Stunde um 11.10 Uhr endet. Und so zieht sich das weiter bis in den Nachmittag, wobei es mit der „Mittagspause“ in der siebten Stunde eine größere Unterbrechung dieses recht gleichförmigen Ablaufs gibt. So weit, so gut!

Sicher fragt sich der geneigte Leser bereits mit leichter Ungeduld, warum ich hier so ausführlich auf die allgemein bekannte Läuteordnung am TMG eingehe. Und da sind wir auch schon am springenden Punkt: Der Leser wird ungeduldig, weil bisher noch nichts „passiert“ ist. Und richtig, es geht gar nicht um die Läuteordnung, es geht auch nicht um das, was der Schulgong verkündet, den Anfang und das Ende einer Schulstunde. Es geht um das, was zwischen den Stunden liegt, es geht um die Pausen. Wenn man als unbeteiligter Beobachter sich am Ende einer Stunde auf einem der Gänge vor den Klassenzimmern befindet, wird die „Pause“ zu einem beeindruckenden Erlebnis.

Mit dem Verklingen des Gongs öffnen sich in schneller Folge die Türen der Klassenzimmer und Ströme von Schülern ergießen sich auf die Gänge. Herrschte gerade auf dem Gang noch die murmelnde Ruhe der Schule während der Unterrichtszeit, explodieren die Geräusche geradezu und alles erfüllt sich mit Enge und Hektik. Schüler mit ihrem Gepäck auf dem Rücken gehen auf Wanderschaft, ziehen in ein anderes Klassenzimmer oder einen der Fachräume. Während die älteren Schüler eher gemächlich ihres Weges ziehen und sich dabei unterhalten, sausen die jüngeren Schüler zwischen ihnen hindurch, um schnell an ihren Spint zu kommen oder sich beim Hausmeister rasch etwas zu essen zu holen. Wartende Klassen vor verschlossenen Türen bilden ein Hindernis und es ist kaum noch ein Weiterkommen. Dazwischen schieben Lehrer quietschende Wagen mit Material oder Beameranlagen durch die Gänge. Die Luft ist erfüllt von Klappern und Scharren, Schlurfen und Trampeln, Rufen und Lachen, Geräusche von nicht unbeträchtlicher Lautstärke erfüllen die breiten Gänge des Schulhauses, auf denen es für einen Moment kaum ein Vorankommen gibt.


Wir, ich und James, bahnen uns unseren Weg, versuchen nicht abgedrängt zu werden, schnuppern da und dort an Kinderhänden, die sich uns entgegenstrecken, uns kurz übers Fell streicheln, und streben Richtung Lehrerzimmer. Dort angekommen, suchen wir uns ein nettes Plätzchen und legen uns hin. Das kann in unserer Kuschelkiste unter unserem Tisch sein, aber auch mitten an der Hauptdurchgangsstelle. Wenn es nicht gerade jemanden Wichtigen zu begrüßen gibt, z.B. Frau Habich oder durch die offene Tür zu Frau Anzt zu schlüpfen, legen wir uns hin und dösen, machen Pause! Und während ich da so vor mich hindöse, drängt sich mir die Frage auf, was verstehen Menschen eigentlich unter einer Pause. Es muss ganz offensichtlich etwas anderes sein, als wir Hunde uns darunter vorstellen. Ich finde, die Pause sind in der Schule die hektischsten Momente. Wenn die Pausen dann vorbei sind und alle im Unterricht sind, die Kinder, die Lehrer und wir, dann haben wir Hunde eine Chance auf Pause. Es hängt immer etwas davon ab, was die Kinder so im Unterricht machen. Manchmal ist viel los und manchmal ist es ruhiger. Wir suchen uns im Klassenzimmer ein Plätzchen, legen uns hin und dösen.


Wir Hunde machen immer Pause, wenn das Leben nicht gerade etwas Interessantes bietet. Das gilt zumindest für mich und James! Der größte Teil des Tages besteht bei uns aus Pause, wir können überall und zu jeder Zeit Pause machen. Wir freuen uns natürlich, wenn etwas los ist. Ganz oben auf der „Etwas – ist – los – Liste“ stehen die Zeiten, wenn es Futter gibt. Diese Momente sind leider sehr selten und bei unserem gesunden Appetit auch nur kurz. Wir sind natürlich hellwach, wenn jemand die Leinen vom Haken nimmt. Das ist das Signal dafür, dass es nach draußen geht: Laufen, Rennen, Schnuppern … Aber zwischen diesen ganzen Aktionen machen wir Hunde Pause! Und so eine Hundepause ist nicht mit dem zu vergleichen, was in den „Pausen“ zwischen den Unterrichtsstunden in der Schule abläuft.


Ich habe mir erlaubt, im Duden nachzuschlagen, was denn genau eine Pause ist, und das ist Dudens Antwort: „kürzere Unterbrechung einer Tätigkeit, die der Erholung, Regeneration o.ä. dienen soll.“ Also das, was der Duden da schreibt, entspricht weitgehend meiner Vorstellung von einer Pause. Da scheinen die Menschen irgendwas nicht richtig mitbekommen zu haben. Sie sollten mal häufiger in den Duden schauen.



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