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Dieses Wochenende war  die Astronomie-AG 2 Tage und 1 Nacht mit 14 TeilnehmerInnen auf der Landessternwarte auf dem Königsstuhl bei Heidelberg.

Sehen Sie hier Fotos und lesen Sie den Bericht...

 

Ein Wochenende, das einen Sterne sehen lässt - und das im ganz wörtlichen Sinne - erhoffte sich die Gruppe aus bunt zusammen gemischten Schülern der Jahrgangsstufe 1 und - trotz oder gerade wegen kürzlich bestandenem Abitur - die frisch gebackenen Abiturienten der J2 rund um Herr Aichert. Der hatte nämlich die Möglichkeit zu einem "Astrocamps" zum Sternegucken in der Landessternwarte in Heidelberg angeboten und zehn muntere Schüler versammelten sich deswegen am Blankenlocher Bahnhof am Freitagnachmittag des 14. Juni, um ein astronomisches Wochenende gemeinsam in Heidelberg zu verbringen. Wir packten unsere zahlreichen Gepäckstücke inklusive Zelt und massig Essen in das Auto von Carolin, das trotz scheinbarem Größenmangel enorme Füllkapazitäten barg (auf Deutsch: mit genug Stopfen passt auch das Gepäck von zehn Menschen in einen VW Polo), woraufhin diese sich mit Daniel als Kopilot gen Heidelberg aufmachte. Auf den Rest vom Fest wartete eine zweistündige Odyssee von Blankenloch nach Mannheim, von dort aus nach Heidelberg und schließlich mit einem kleinen Bus zur Sternwarte, in dem wir bereits Bekanntschaft mit der anderen Gruppe, die zeitgleich ein Astrocamp gebucht hatte, machten.
Endlich angekommen erwarteten uns am Tor der Sternwarte, die noch ein Stück weg von der Haltestelle im tiefsten Wald ohne Handynetz (ja, solche Orte existieren noch in Deutschland) lag, bereits unsere Betreuer Dr. Olaf Fischer und Dr. Markus Nielbock, bereit unsere Gruppe einzulassen und offiziell zu begrüßen. Nun ja, um ehrlich zu sein, es war nicht die ganze Gruppe, denn die Autofahrer inklusive unseres Gepäcks, die schon deutlich früher angekommen waren, fanden erst zu uns - oder wir zu ihnen - erst nach einem kurzen Moment der Suche, die aber Dank vieler Augen und wunderbarer Tierschreiimitationen von Hr. Aichert schnell zu einem Ende fand. Nach der Einweisung in das geplante Programm des Abends und einer Abstimmung darüber, ob man lieber Planetenweg oder das Planetarium im Haus der Astronomie besuchen wolle (das Planetarium gewann eindeutig), bekamen wir etwas Zeit unsere Zelte für die Nacht mit mehr oder weniger geübt kompetenten Handgriffen aufzubauen (Anm.: Ich weiß jetzt auch, dass das Überzelt über das Unterzelt kommt.), aber dank tatkräftigem Teamwork standen diese auch bald.
Darauf folgte ein Besuch des berühmten Haus der Astronomie, da es noch viel zu hell war, um irgendwelche Sterne außer der Sonne zu beobachten, und wir begaben uns direkt ins Zentrum des Hauses, das übrigens im Grundriss eine Spiralgalaxie darstellt, in dem sich der Hörsaal inklusive Planetarium befand. Hier gab uns Dr. Fischer eine ebenso ausführliche wie interessante Einführung in Aufbau und Sternbilder unseres Nachthimmels und nahm uns danach mit auf eine - für manche auch schwindelerregende - virtuelle Reise bis an die Grenzen unseres Universums. So gewappnet für die Orientierung am Nachthimmel, der aber immer noch nicht zu beobachten war, konnten wir uns zufrieden, bereits etwas gelernt zu haben, ans Grillen machen.
Das Essen war ein gemütliches Beisammensein, mit viel Brot, vielen Salaten und sehr viel Grillgut, so dass es keinen gab, der auch nur noch daran dachte, über Hunger zu klagen. Wir waren sogar so satt, dass es gerade gut war, dass der folgende Programmpunkt kaum Bewegung erforderte. In der Zwischenzeit hatten nämlich Dr. Nielbock und Dr. Fischer bereits ein kleineres Dobson-Teleskop aufgebaut und auf die Venus ausgerichtet, die man nun durch das Okular als kleines Sichelchen beobachten konnte. Natürlich waren das kleine Teleskop nicht alles und so konnte man in einem der großen Teleskope in einer der Kuppeln sich von Dr. Nielbock den Saturn in all seiner Pracht, das rot-blaue Auge des Schwans (ein Doppelstern im Sternbild Schwan) und uralte Sterne in einem Kugelsternhaufen bewundern. Da aber nicht unbedingt alle gleichzeitig in die Kuppel passten, zumal ja auch noch die andere Gruppe da war, zeigte uns Dr. Fischer nun auch noch "in echt" all jene Sternbilder und Sterne, die er uns vorhin schon im Planetarium nahe gebracht hatte. Dabei erhaschten wir sogar einen Blick auf die Internationale Raumstation, die auf ihrer 90-minütigen Erdumrundung als heller, schneller Punkt über den Himmel zog.
Da es mittlerweile schon ziemlich spät geworden war, und einige der Anwohner oben auf der Warte bereits schliefen, schlichen wir mehr als dass wir liefen, als wir uns nun ganz nach oben begaben. Mit "ganz nach oben" ist das Dach des höchsten Gebäudes auf dem Gelände, das Max-Planck-Institut, gemeint, von dessen Dachterrasse man einen fantastischen Blick über den Himmel und über Mannheim hat.
Leider verließ uns danach unser bisheriges "Wetterglück", mehr und mehr Wolken begannen den vormals so schön klaren Himmel zu verschleiern. So beschloss man also, allmählich zur Ruhe zu kommen. So fand der Abend mit einigen schönen Unterhaltungen und einer späten Sternbildschau von Herr Aichert langsam in (oder zum Teil auch außerhalb) der Zelte seine Ausklang.
Um kurz vor Acht des nächsten Tages regten sich dann wieder die ersten verschlafenen Gemüter, die begannen Frühstück aus unseren mitgebrachten Vorräten und Schwarztee (nachdem die verzweifelte Kaffeesuche gescheitert war) zu bereiten. So kam man nach und nach an den Tischen zusammen und frühstückte leckeren Kuchen, Brownies, die sehr lecker waren, obwohl sie ein Erstlingswerk waren, und vielem Anderen. Auch Dr. Olaf Fischer, der die Nacht auf der Warte verbracht hatte, gesellte sich zu uns und freute sich über die leckeren ihm angebotenen Dinge. Anschließend führte er uns nun noch einmal etwas ausführlicher durch das Haus der Astronomie, zeigte und erklärte die vielen schönen Bilder und auch die Redaktion der Zeitschrift "Sterne und Weltraum", die im Haus ansässig war.
Damit wir unseren Bus um halb elf erwischen konnten, begannen wir darauf, unsere Zelte abzubauen, das Geschirr wegzuräumen und unser kleines Astrolager wieder in Rucksäcke zu verpacken. Nachdem jenes Gepäck dann auch noch erfolgreich wieder im Auto verstaut war, verabschiedeten wir uns und machten uns auf die Zugfahrt nach Hause.
Insgesamt war es ein wirklich schönes halbes Wochenende, das wohl allen Spaß gemacht hat. Wir haben viel gelernt und gesehen und haben dabei auch noch eine tolle Zeit miteinander verlebt. Danke an die Betreuer vom Astroteam, Dr. Fischer und Dr. Nielbock und natürlich an Hr. Aichert, der seine Freizeit geopfert hat, um uns das zu ermöglichen.
Ich glaube, wenn sich noch einmal, die Gelegenheit zu solch einer Aktion bietet, sind wir gern wieder dabei!

 

 

Das nächste Highlight ist ein weiterer Besuch des LHC am CERN mit dem KIT (Nord) - KCETA

 

 

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