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Weihnachtskonzerte 2017 am 16. / 17.12, Beginn jeweils 16.30 Uhr

Liebe Sternenfreunde,
nach der Spiegelreflexkamera (Canon EOS 600D) nun die Einweihung der "Planetenkamera" (QHY-5-II CCD monochrom). Damit können in schneller Folge viele Fotos geschossen werden, die dann mit Bildbearbeitung übereinandergelegt werden können und so die zufälligen Flimmerbewegung der Atmosphäre ausgleichen können. Sehen Sie hier die ersten Fotos mit der Planetenkamera...

 

 

Wenn jemand Erfahrungen in Bildbearbeitung hat oder bekommen möchte, meldet euch bei Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Dieses erste Mal wurde der Mond fotografiert, ein Video von unserem Trabanten gedreht und der Jupiter testweise abgelichtet. Die Unschärfe kam durch die sehr schlechten Sichtverhältnisse ("Seeing") zustande - reichte aber aus um das Hauptziel des Abends zu erreichen: Die Feinjustage der Teleskopmontierung.


Das Addon "T-point" gleicht Ungenauigkeiten in der computergestützten Nachführung der Teleskope aus. Wenn z.B. der Befehl "Gehe zu Stern Algieba" erteilt wird, müssen 100kg mit Stellmotoren auf winzige Bruchteile eines Grades genau über den halben Himmel gefahren werden. Trotz höchster Qualität des Getriebes und der Halterung gibt es Abweichungen, die korrigiert werden müssen. Der Vorteil ist, dass diese Abweichungen zwar vorhanden, aber immer gleich sind: Gewindeungenauigkeit, Unwucht bei Zahnrädern, Abweichungen von der Nord-Süd-Ausrichtung, u.v.a.m. Die Software T-Point (siehe Bild) steuert viele Sterne an - und liegt erstmal daneben. Dann führt man mit der Hand nach, zentriert den Stern und T-Point merkt sich die Abweichung. Das wiederholt man mit vielen anderen Sternen, korrigiert manuell und so wird jedes weitere Objekt ein bisschen besser getroffen.


Momentan liegt die Genauigkeit bei etwa 1/30 des Vollmonddurchmessers - und da ist noch viel Luft nach oben!
Der oben erwähnte Stern Algieba liegt in 125 Lichtjahren Entfernung, d.h. das unglaublich schnelle Licht benötigt ganze 125 Jahre um zu uns zu gelangen! Genauso unvorstellbar in normalen Einheiten: ca. 1 200 000 000 000 000 km. Wäre ein überschallschnelles Flugzeug gestartet, als die Dinos ausgestorben sind (vor 65 Millionen Jahren), hätte er heute etwa die Hälfte des Weges geschafft. Und das schnellste Objekt, dass die Menschheit ins All geschickt hat, Voyager I, wäre immerhin noch über 2 Millionen Jahre unterwegs.
Unsere Teleskope sind aber dennoch in der Lage auf diese unglaubliche Entfernung ein Doppelsternsystem zu erkennen!


Wer Lust auf mehr bekommen hat, ist herzlich eingeladen an der "Sternwarten-AG" teilzunehmen. Meldet euch bei Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, oder sprecht uns einfach an.


Hartmut Aichert
Alexander Ayas
 

 

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