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Weihnachtskonzerte 2017 am 16. / 17.12, Beginn jeweils 16.30 Uhr


Auf einen Hinweis der Schule und der letztjährigen TMG-Teilnehmerin nahm Clara Reuter aus der Jahrgangsstufe 2 am einwöchigen Astro Camp des „European Southern Obsavatory“ in der Nähe von Mailand teil.
Lesen Sie hier ihren spannenden Teilnehmerbericht und sehen Sie Fotos…
 




Das Astronomie Camp des "European Southern Observatory 2015" hat sich thematisch primär mit Exoplaneten und extraterrestrischen Leben befasst. Es fand in der Woche nach Weihnachten im Aostatal in der Nähe von Mailand statt. Etwa 50 Schüler aus verschieden Länder nahmen teil. Der Großteil der vertreten Länder war Mitglieder von ESO. Diese kulturelle Vielfalt wurde deutlich durch unterschiedlichste Kekse und Süßigkeiten, die während den Pausen verspeist wurden.
 
In insgesamt fünf Vorträgen wurden den Schüler das Thema näher gebracht. Während der Woche wurden ebenfalls verschiedene astronomische Beobachtungen in dem Observatorium gemacht. Diese verbindet astronomische Forschung und Bildungsangebote. So müssen die Astronomen dort 25-30% ihrer Arbeitszeit Bildungsangeboten widmen, wie zum Beispiel das ESO-Camp.
 
Der erste Vortrag handelte von unserem Sonnensystem. So wurde unter anderem der Unterschied zwischen den inneren Gesteinsplaneten und den äußeren Gasplaneten erklärt. Die inneren Planeten, darunter auch die Erde, sind dichter und entstanden aus Staubpartikeln. Dahin gegen sind die Gasplaneten hinter der Frostlinie aus Gasen entstanden und auch massenreicher als die Gesteinsplaneten. Die Masse hat auch, vor allem bei Jupiter, durch Sonnenwinde zugenommen.
Am selben Tag noch gab es ein Vortrag über Exoplaneten. In diesem Vortrag wurden vor allem verschieden Methoden zur Entdeckung von Exoplaneten erklärt. Die meisten dieser Planeten werden durch die Transitmethode entdeckt. Wenn ein Planet einen Stern passiert und auf der selben Ebene wie die Erde liegt, sinkt die Helligkeit dieses Sterns. Dieser kleine Unterschied ist messbar und kann so die Größe des Planetes verraten. Diese Methode durften wir auch an einem anderen Tag selbst ausprobieren. Des weitern haben wir auch die Masse von den Planeten berechnet, da es  eine Kolarationen zwischen Masse, Temperatur und Radius bei "normalen" Sternen gibt. Auch der Dopplereffekt kann benutzt werden um Planeten zu finden, da der Planet durch seine Gravitation die Drehgeschwindigkeit des Sterns beeinflusst und zu einer Änderung des Lichtes dieses Sterns führt.
 
Am nächsten Tag gab es einen Vortrag über die Asteroide und Kometen. Der Unterschied der beiden besteht darin, dass Kometen eine Schweif bilden, wenn sie in die Nähe der Sonne kommen. Des Weitern haben Kometen eine stark ekliptische Bahn und kommen meist aus der Oortwolke oder dem Kuipergürtel, also den äußersten Regionen unseres Sonnensystems. Auch wurde uns erklärt wie man die Geschwindigkeit und die Distanz von Asteroiden ausrechnet. Auch das durften wir selbst ausprobieren, obwohl das nicht bei alle Gruppen ganz geklappt hat.
Am Abend wurde uns das relativ neue Forschungsgebiet der Astrobiologie vorgestellt. Diese beschäftigt sich mit extraterrestischem Leben. Durch Simulationen und Analogie auf der Erde versucht die Astrobiologie die Bedingung für Leben festzulegen. Auch wird versucht sogenannte Biosignaturen zu finden. In unserem eigenen Sonnensystem wird, dass durch Sonden versucht.  Bei  Exoplaneten versucht man dies, in dem man die Atmosphären der Planeten mit Hilfe von Spektroskopie untersucht und so auf Bestandteile des Leben zu schließen. Auch wird das mögliche Vorhanden sein von flüssigen Wasser berücksichtig ob ein Planet überhaupt für Leben geeignet ist. Dafür wird die habitable Zone herangezogen, die die Temperatur des Sternes benutzt um zu untersuchen ob ein Planet sich in der richtigen Entfernung befindet.
 
Am Tag darauf wurde der letzte Vortrag abends gehalten, nachdem wir den ganzen Tag Daten analysiert haben. Die Daten kamen von dem Teleskop des Observatoriums. Der letzte Vortrag war von eher heiterer Natur und handelt über eine mögliche Kommunikation mit Aliens. So wurde erklärt das dafür am besten eine Radiowellenlänge benutzt wird, da für dieses Licht das Universum fast transparent ist und es dort auch Frequenzen gibt in denen es kaum natürliche Signale gibt.  Des weitern müsste das Signal sich oft wiederholen um als künstlich erkannt zu werden. Außerdem hatten wir unser erste Stunde in Lincos, eine Sprache, die auf Mathematik beruht und sich durch Wiederholungen selbst bei bringt. Eine solche Sprache könnte die Grundlage der Kommunikation mit Aliens sein, da davon ausgegangen wird das die Grundlagen der Mathematik und Logik überall gleich sind. Auch gab es schon mehrer Experimente die versucht haben, extraterrestische Signale aufzufangen. Diese waren jedoch alles Misserfolge. Eins führte aber zu Entdeckung von Pulsaren, da diese einige Bedingung von der Kommunikation erfüllen, wie das oft und regelmäßig wiederholende Signal. Zusätzlich wurden uns noch verschieden Methoden der Kommunikation bei Tieren vorgestellt.
 
Die astronomischen Beobachtungen wurden zum Teil mit dem bloßen Auge zum anderen mit kleine Teleskopen durch geführt. Als erstes wurden uns die wichtigsten Sternenbilder vorgestellt, von denen man sich ungefähr nur drei merken konnte. Dann wurde uns auch noch bekannte Himmelskörper, wie der Orionnebel und das Doppelsternsystem von Sirius. Des weitern durften wir auch mit dem wissenschaftlichen Teleskop eine Messung für die Transitmethode machen.
 
Neben dem akademischen Programm gab es auch noch verschiedene Ausflüge. So wurde ein Kunstschneepark besucht, da es bis dahin  noch nicht geschneite hatte und während der gesamten Woche auch nicht scheinen würde. Ebenfalls wurde ein Tagesausflug zum Matterhorn mit kleiner Wanderung unternommen. Der Silvesterabend wurde kreativ mit Vorträgen und Songs verbracht und wenig geschlafen. Zum Leidwesen derjenigen die an Neujahr früh morgens zum Flughafen fahren mussten. Dennoch konnten sich alle Teilnehmer einigen, dass die Woche in Italien eine der Besten war.
 
 


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