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Anmeldung 5er

Anmeldung für Redakteure

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Die Kursfahrt des TMG-Neigungskurses Religion führte nach Dresden.

Lesen Sie hier die Eindrücke der Kursteilnehmer, die traumatischen Erlebnisse des "Dresdener Ikarus" Michael Schlosser und sehen Sie Bilder von dieser Fahrt.

 

 

 

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Unsere Eindrücke:

  • die Kulturstadt Dresden bei herrlichstem Wetter erleben

  • der Elbblick von der Augustusbrücke aus

  • interessant: die Verbindung zwischen Tradition und Moderne

  • unglaublich: der große Wiederaufbau, z.B. des Schlosses

  • der Zwinger

  • die freundlichen Menschen

  • die Sauberkeit in der Stadt, trotz der vielen Touristen

  • die schöne Jugendherberge

  • die Frauenkirche als Ort und Zeichen der Versöhnung

  • die störende Lautstärke der Besucher der Frauenkirche

  • eindrücklich: die Unterkirche in der Frauenkirche

  • die interessante Synagoge – Nachempfinden der Stiftshütte

  • die eindrückliche Begegnung in der Stasigedenkstätte in der Bautzenerstraße mit dem Zeitzeugen Michael Schlosser

  • das bedrückende Stasigefängnis und die unmenschliche Behandlung der Häftlinge

  • die Neustadt

  • lange Fußmärsche

  • viel Spaß

 

 

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Das Nagelkreuz von Coventry ist ein Friedenssymbol und wurde aus den Zimmermannsnägeln der Kathedrale von Coventry, die 1940 durch deutsche Bombenangriffe zerstört wurde, angefertigt. Somit wurde aus dem Zeichen der Zerstörung ein Symbol des Vergebens und des Neuanfangs.

Besonders uns Deutsche fordert das Nagelkreuz dazu auf, mit unserer Vergangenheit im Geiste der Versöhnung umzugehen, um den Dialog mit anderen Menschen weltweit zu fördern.

 

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Begegnung mit dem „Dresdener Ikarus“ Michael Schlosser

 

In manchen Nächten zweifelt Michael Schlosser an seinem Verstand. Mitten in der Nacht schreckt der 64-Jährige dann schweißgebadet hoch und da steht er vor ihm: Erich Honecker. Direkt am Bett, stumm. Und schaut auf ihn herab.

Die Spuren der Stasi-Haft haben traumatische Spuren bei M. Schlosser hinterlassen. Manchmal, so sagt er, höre er nachts auch das Klappern von Schlüsseln wie einst in Bautzen. Und wenn der Sachse seine Wohnung verlässt, dann selten, ohne eine gelbe Gummiente hinter die Eingangstür zu legen. Mit einem Bindfaden zieht er das Spielzeug sorgfältig von außen bis an die Türschwelle und befestigt die Schnur unter dem Vorleger. „Ist der Faden gerissen, dann war jemand in meiner Wohnung.“

Verrückt ist relativ, wenn jemand den Mühlen der DDR-Staatssicherheit entkommen ist. Schlosser, Sohn eines Parteisekretärs, wollte 1983 mit einem selbst gebauten Flugzeug fliehen und wurde nach Hinweisen eines Spitzels kurz vor dem Start abgefangen. Er verlor alles Eigentum, die berufliche Existenz als Angestellter beim DDR- Fernsehen, die Freiheit. Nach 13 Monaten in Haft kaufte ihn der Westen für 96 000 DM frei.

25 Jahre ist das alles her. Doch Schlosser kann nicht vergessen. Nicht, nachdem er mehr als 4000 Seiten Stasi-Akten zu seinem Fall in sich hineingefressen hat. Er will die damals auf ihn angesetzten Stasi-Spitzel nicht davonkommen lassen. Schlosser forderte von zwei Stasi-Zuträgern 80000 €, sonst würde er sie enttarnen. Aber eigentlich wollte M. Schlosser nur eines: dass sich die Spitzel mit ihren Klarnamen der Öffentlichkeit stellen.

Aber er wird wegen versuchter Erpressung zu einer Geldstrafe von 2100 € verurteilt.

Schlosser hatte dann den Richter gebeten, die Geldstrafe doch in gemeinnützige Arbeit umzuwandeln. Dann könne er in soziale Einrichtungen gehen, um den Menschen vorzulesen ... aus seiner Stasi-Akte.

Heute lebt Michael Schlosser wieder in Dresden und ist darum bemüht, besonders Jugendlichen einen direkten Einblick in das Unrecht in der DDR zu geben: Er erzählte uns nicht nur von seinem persönlichen Schicksal, sondern führte uns durch die mehrstöckige Untersuchungshaftanstalt, in der sich viele Haftzellen, Dunkelzimmer, Vernehmungsräume, die „Freiluftkäfige“ und der eiskalte „Fuchsbau“ der Russen im Originalzustand befinden.

Auf unsere Frage, wie er es schaffe, immer wieder an diesen schrecklichen Ort des Unrechts, des körperlichen und seelischen Leidens zurückzukehren, antwortete Michael Schlosser; „Für mich bedeuten diese Gespräche und Führungen eine persönliche Aufarbeitung und Bewältigung. Jetzt gehe ich HINTER den Stasi-Leuten her, früher musste ich VOR ihnen gehen.“

 

NF Religion, D. Holz

 

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