„Oh sim sim sim, oh não não não” singen wir laut auf portugiesisch und klatschen dabei rhythmisch in die Hände. Mitten unter uns sitzt unser Capoeira-Trainer Cao (eigentlich Luiz Carlos dos Santos Gomes). Er trägt die Strophen des Liedes vor und begleitet uns auf seiner Berimbau, einem typischen Saiteninstrument der Capoeira.
Capoeira, so erfahren wir von Cao, ist ein Kampf-Tanz. Ursprünglich hätten die nach Brasilien verschleppten und versklavten Afrikaner Capoeira als Kampf entwickelt, um sich gegen ihre Peiniger wehren zu können. Damit sie den Kampf üben hätten können, ohne von den Unterdrückern daran gehindert oder gar dafür bestraft zu werden, täuschten sie einen Tanz vor, den sie mit rhythmischen Klängen begleiteten.